Denk mal! Im Juni 2014...

Liebe Gemeinde
mir ist vor einiger Zeit ein ganz altes Sprichwort begegnet, das Sie vielleicht auch kennen: „Wes Brot ich ess´, des Lied ich sing.“

Der Volksmund hat dieses treffende Wort seit Jahrhunderten überliefert. Und eigentlich ist es ja auch ganz verständlich. Natürlich: wer mir das Brot zum Essen gibt, dessen Lied singe ich auch! Eine uralte menschliche Erfahrung kommt darin zum Ausdruck. Heute wird der Spruch eher spöttisch und abwertend gebraucht. Im Sinne von: „Na klar, das haben wir ja schon lange gewusst. Der muss ja so reden, der wird schließlich auch von dem und dem bezahlt… der ist in dem Verein….der gehört zu dieser oder jener politischen Partei. Na, da ist doch alles klar.“
Als Christenmenschen können wir dieses Sprichwort aber auch mit ganz anderen Ohren hören. „Wes Brot ich ess´, des Lied ich sing.“ Im Johannesevangelium hören wir davon, dass Jesus sich selbst als das Brot des Lebens bezeichnet. Damit bekommt der alte Spruch doch auf einmal einen ganz neuen Klang, eine ganz neue Farbe. „Ich bin das Brot des Lebens. Wer zu mir kommt, den wird nicht mehr hungern; und wer an mich glaubt, den wird nimmermehr dürsten.“ (Joh.6, 35) Das verspricht Jesus. Das sagt Jesus auch uns zu, die wir nahezu zweitausend Erdenjahre von ihm getrennt sind. Auch uns gilt diese Zusage: „Ich bin das  brotBrot des Lebens.“ Ich bin es für euch – sagt Jesus. Wenn ihr euch an mich haltet, wird euch kein Lebenshunger mehr in die Knie zwingen können. Keine Gier nach Haben und Sein wird euch die Sinne rauben. Kommt her zu mir, alle, die ihr mühselig und beladen seid. Ich will euch erquicken. Ich will euch stärken…mit meinem Leib. So klingen Jesu Worte in meinen Ohren. Und es ist wohl so: wenn wir im Abendmahl das Brot miteinander teilen, dann haben wir auch teil an seinem Leib, gehören ganz zu ihm.
Das, liebe Gemeinde, ist ein wirklich gutes Erleben.
Und wenn Jesus das Brot ist, das ich esse, dann gilt es auch, seine Lieder zu singen. Lieder von Freude und Gerechtigkeit und Freiheit; Lieder von Liebe und Versöhnung. Lieder des Lebens, mitten in unserer Welt.
„Wes Brot ich ess, des Lied ich sing.“ Das klingt doch mit einem Mal ganz anders. Ich komme an den Tisch meines Herrn und nehme seine Einladung dankbar an.
Befreit, gestärkt und ermutigt kann ich nun neue Lieder des Lebens singen.
Das wünsche ich Ihnen auch, dass Sie durch diesen Sommer ein frohes Lied begleiten mag.
Ihre Pfarrerin Dr. Yvonne Brunk

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