Denk mal! Im September 2014...

Liebe Leserin, lieber Leser,
vielleicht liegt am Ende dieses Sommers auch bei Ihnen im Regal der eine oder andere neue Fund aus der Natur: das fein gemusterte Schneckenhaus, das morgens im Garten lag, jener seltsam geformte Stein vom Spaziergang am Rhein, die hübsche Muschel, im Urlaub am Strand aufgelesen.

Solche kleinen Wunderwerke können einen das Staunen lehren, gerade weil sie nicht von Menschen gemacht sind, sondern Zeugen einer Gestaltungskraft sind, die weit über unsere hinausgeht. Sie betrifft auch uns selbst, wie der 139. Psalm zeigt. Dort spricht ein Mensch seine ganze staunende Bewunderung für die Schöpfung in einem Satz aus und schließt den eigenen Körper dabei ein:

„Gott ich danke dir dafür, dass ich wunderbar gemacht bin,
wunderbar sind deine Werke!“ (Psalm 139, 14).

So schön und mitreißend fröhlich dieser Satz aber ist, sind da nicht Zweifel angebracht? Passt das überhaupt zusammen: an Gott den Schöpfer zu glauben während heute die Genbiologie die Baupläne von Pflanzen und Tiere entschlüsselt und die Astrophysik immer weiter in das Universum hineinblicken kann?

Beachten wir jedoch, dass auch der Vers aus Psalm 139 nicht einer naiv-schwärmerischen Haltung entspringt, im Gegenteil! Auslöser der Begeisterung ist die genaue Beobachtung. Der Beter des Psalms hat eine Vorstellung vom Entstehen des Kindes im Mutterleib. Die inneren Organe finden Erwähnung (Vers 13: Du hast meine Nieren bereitet, du hast mich gebildet im Mutterleib). Im Hintergrund steht das durchaus beachtliche Wissen einer altorientalischen Medizin, die auch komplizierte operative Eingriffe kannte. Der Autor oder die Autorin des Psalms fügt aber hinzu: „Das erkennt meine Seele“.

Schon dieser uralte Psalm zeigt: Erkennen mit dem Verstand und Erkennen mit der Seele gehören im Menschen zusammen.

Naturwissenschaftliche Erkenntnis und Glaube stehen nicht notwendig im Widerspruch zueinander. Sie schauen sozusagen aus verschiedenen Blickrichtungen auf dieselbe Wirklichkeit.

Der Blick durchs Fernrohr oder das Mikroskop erforscht das Gegebene, der Glaube entdeckt und deutet die Welt: als Wunder, als Geschenk, als Lebensraum, dessen Teil wir sind und den wir mit unseren Kräften und Mitteln bewahren sollen.

Dem Verhältnis dieser beiden Zugänge zur Schöpfung und ihrem Dialog ist der diesjährige ökumenische Schöpfungstag gewidmet. Vielleicht sind Sie ja dabei am Freitag, den 5. September um 15.00 Uhr im Garten der Gymnicher Mühle.

Das Motto „Staunen. Forschen. Handeln. – Gemeinsam im Dienst der Schöpfung“ ist ein Anstoß über diesen Tag hinaus: Ob wir Erkenntnisse sammeln, neues entwickeln, oder ob wir einfach staunen, es gilt die Schöpfung zu achten und bewahren. Nehmen wir uns das zu Herzen!

Ihre Almuth Koch-Torjuul

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