Denk mal! Im März 2014...

Liebe Leserin, lieber Leser!
Was ist Glück?
„Meine Familie“, „Ich habe das Glück erlebt, noch einmal einen Partner zu finden“, „Freundschaft macht mich glücklich“, das schrieben Menschen in einem Gottesdienst zum Thema ‚Glück‘ spontan auf. Weitere Stichworte waren „meine Arbeit“ oder „ in der Natur sein“. Manche erinnerten sich an Momente des Glücks: Im Meer schwimmen, das Licht an einem Frühlingsmorgen, ein gutes Gespräch….

Ich denke, es ist nicht schwer, sich wiederzufinden in diesen Aussagen; da werden sofort eigene Erinnerungen wach.
Wie aber ist es mit dem Satz, der uns als Jahreslosung durch dieses Jahr begleiten wird:
„Gott nahe zu sein ist mein Glück“ (Psalm 73, Vers 28)?
Ob die Gedanken hier ebenso sprudeln, wenn ich Sie frage: Wo erleben Sie Gottes Nähe? Und: Macht Sie das glücklich?
Was wir mit Gott erleben, ist nicht so leicht in Worte zu fassen. Und überhaupt: Woher will ich denn wissen, ob das, was mich da jetzt gerade bewegt, tatsächlich etwas mit Gott zu tun hat?
Trotzdem glaube ich, dass jeder Mensch Begegnungen mit Gott hat. Und das sind ganz wesentliche Erfahrungen. „In der Tiefe ist Wahrheit“, hat der berühmte Theologe Paul Tillich einmal geschrieben. Mit Tiefe meint er die Ebene unseres Lebens, wo wir dem Grund für unser Dasein und dem Sinn unseres Lebens nahe sind.
In Jeder und Jedem gibt es einen innersten Kern, der offen werden kann für Gottes Wirklichkeit. Die Bibel nennt diesen Kern Seele. Das Glück, das der 73. Psalm anspricht, hat etwas mit unserer Seele zu tun.
Manchmal machen wir Erfahrungen, die tief unter die Oberfläche reichen. Erfahrungen, die sind, als ob mir einer zuruft: Ich trage dich. Ich verlasse Dich nicht!

Oder wie ein Geistesblitz: Das Leben hat Sinn und ist gut trotz aller Schmerzen und Enttäuschungen, die es mit sich bringt.
Solche Momente dauern vielleicht nur Sekunden, aber wir vergessen sie unser Leben lang nicht.
Ein andermal erfahren wir das Glück der Nähe Gottes auf eine leise und unspektakuläre Weise: indem einen ein Bibelwort durch die Woche begleitet und immer mehr Bedeutung entfaltet, oder wenn man ab und an nur ein paar Minuten in einer Kirche sitzt und spürt, wie der Druck der Probleme und Sorgen von einem abfällt.

Eine dritte Möglichkeit ist die Begegnung mit Gott in unseren Mitmenschen. So erzählte mir einmal eine Frau davon, wie sie für einen Obdachlosen ein Essen gekocht hat. Er hatte bei ihr geklingelt und da hatte sie ihn in ihre Küche gebeten. Am Ende ihrer Geschichte sagte sie: „Und die ganze Zeit wusste ich, ich koche für Gott.“
„Gott nahe zu sein, ist mein Glück.“
Ich möchte Ihnen raten: Nehmen Sie diesen Satz mit auf Ihren Weg durch das begonnene Jahr.
Oberflächliche Glücksversprechen gibt es viele – echte Wegzehrung für die Seele brauchen wir alle.
Ihre Pfarrerin Almuth Koch-Torjuul

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